Die beste Schreibweitergeschichte aller Zeiten

Schreiberlinge

Gilbert Blechschmid

Lesung am 29. März 2020

Vor nicht allzu langer Zeit kam Gilbert auf den Geschmack, Menschen auf der Bühne mit humorvollen, aber auch kritischen Texten über Alltagssituationen zu bespaßen. Für den Familienvater steht neben dem Schreiben vor allem der Sport (Rugby) hoch im Kurs.

Gilbert ist nicht nur Schreiberling Nr. 1, sondern auch Ideengeber unserer Geschichte. Er ist der Meinung, dass Österreich "einfach einen Superhelden braucht". Eigentlich wollte er schon immer mal so ein Projekt starten, doch jetzt passt es genau! Die Menschen haben Zeit, sitzen zuhause und versuchen dem tristen Alltag zu entgehen.
Was ist da besser als eine klassische Schreibweitergeschichte?!

Barbara Graber

Lesung am 1. April 2020 Mag. Barbara Graber, Jahrgang 1974, ist in Klagenfurt geboren. Schon früh interessiert sich die diplomierte Pädagogin für das Spiel mit Worten und Bildern, lässt aus dem einen lustvoll das andere entstehen. Die Mutter eines Sohnes arbeitet als Unternehmensberaterin, Coach und Vortragsrednerin. Neben der Lyrik für die sie im Rahmen des „Kärntner Lyrikpreises“ 2014 ausgezeichnet wurde, veröffentlichte sie Fachartikel in diversen Büchern und war lange im Magazin-Journalismus tätig. Unregelmäßig veröffentlicht sie Texte auf ihrem Blog.

Warum ich mitgemacht hab, tja, weil ich es witzig fand und spannend, nicht zu wissen auf welchem Fundament man da aufbauen muss. Als du mich dann als erstes aus der Schüssel zogst, war ich mir nicht sicher, ob mich das freuen sollte, aber jetzt bin ich doch froh, dass ich noch ein bisschen an der Figur mitarbeiten und modellieren konnte. Bin gespannt wie es weiter geht!

Leonard Dravoj

Lesung am 3. April 2020 Leo ist 1993 in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kassel geboren. Nach 14 Jahren Schule hat er es über Umwege geschafft in Köln Psychologie zu studieren. Dort lernte er das Format Poetry Slam kennen und ist seitdem mit Herz und Seele auf Slambühnen zu finden. Nach seinem Bachelor wollte er jedoch noch schönere Teile der Welt kennen lernen und ist in Innsbruck gelandet. Auch hier zog sich einiges in die Länge. Leo darf sich jetzt jedoch Master auf Science nennen und wird in Kürze seine Ausbildung zum Psychotherapeuten antreten.

Der Grund warum ich hier mitmache ist einfach: Gilbert fragte mich und ich dachte mir why not. Dann habe ich mich aber richtig angefangen zu freuen, weil ich festgestellt habe, dass ich seit 6 Jahren quasi nichts anders schreibe außer Slam Texte und ein bisschen Lyrik. Geschichten habe ich seit meiner Jugend keine mehr geschrieben und finde es großartig, mich jetzt auch mal wieder in diese Richtung austoben zu können.

Lia Remschnig

Lesung am 06. April 2020 Nach dem Studium der Publizistik in Klagenfurt zog es die 28-Jährige nach Wien, um ihren Traum als Textkoryphäe zu verwirklichen (träumen darf man ja). Als Redakteurin in den Bereichen Mode, Food, Travel und Medien schreibt sie seitdem für verschiedene Print- und Onlinemagazine, wie auch auf ihrem Kulinarik-Blog. Mit Wien als neuem Ankerplatz, dreht sich für die Weltenbummlerin seitdem, neben obligatorischer Melange samt Apfelstrudel, alles um Kulturveranstaltungen rund um die österreichische Slam-Szene: Von klassischen Poetry Slams bis hin zu Powerpoint Karaoke und Lesebühnen.

Warum ich bei dem Projekt Hörbie mitmache? Weil ich die Idee ganz und gar spannend finde: Ein bunt gemischter Haufen begeisterter Schreiberlinge. Eine Heldengeschichte, deren Ende noch in den Sternen steht und das Schreib-Kollektiv in einer besonderen Weise verbindet. Einfach super!

Anneliese Kreiseder

Lesung am 7. April 2020 Anneliese wurde 1982 in Gmunden (Oberösterreich) geboren und erhielt als Jungautorin die Gruppendotation des Luitpold-Stern-Preises. Nach der Berufsreifeprüfung absolvierte sie diverse Ausbildungen im Marketing und Projektmanagement und schloss 2011 die OÖ Journalistenakademie ab. 2009 zog sie zum Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften und Angewandten Kulturwissenschaften an der Alpen-Adria-Universität nach Kärnten. Von 2016 bis 2019 war sie im Museum Moderner Kunst Kärnten tätig. Vor Kurzem wechselte sie in die öffentliche Verwaltung. 2012 erschien ihr Roman „An meine geliebte Kate“, dieser wurde überarbeitet und erscheint nun als 2. Auflage.

Ich finde das Projekt interessant und spannend, das reizt mich mitzumachen. Aber auch, aufzuzeigen, dass Kultur und Literatur weiter bestand hat, auch wenn sich die Zeiten verändern. Außerdem bin ich selbst gespannt, was Hörbie alles erlebt!

Michi Mutig

Lesung am 9. April 2020 Michael „Michi“ Mutig wurde in Bayern geboren, lebt aber schon seit über 10 Jahren in Österreich, genauer gesagt an der direkten Grenze zu Wien. Eigentlich steht er als Stand Up Comedian auf den Bühnen Österreichs und in Deutschland, hat aber schon vor langer Zeit auch den Spaß am Texte schreiben für sich entdeckt (Abgesehen von den Rechtscreibrägeln). Inzwischen schreibt Michi Mutig auch für verschiedene TV- und Radioformate in Österreich.

Als er die Idee zu „Hörbie“ auf Facebook entdeckt hat, konnte er gar nicht anders und musste Gilbert unbedingt kontaktieren, um sich zu erkundigen, ob noch ein Platz als Schreiberling frei ist. Michi war sofort verliebt in die Idee einen Superhelden aus Österreich zu erschaffen, der nicht nur mit Kraft zu überzeugen weiß, sondern auch eine dicke Portion Humor und Skurrilität mitbringt.
„Besonders spannend wird es natürlich, wenn man auf die Kapitel davor und danach keinen Einfluss hat. Da kann es nur zwei Ergebnisse geben: Entweder es ist der absolute Hammer, oder dass verrückteste Chaos, was man sich literarisch vorstellen kann“.

Estha Sackl

Lesung am 11. April 2020 Estha-Maria Sackl ist Poetry-Slammerin, Performance-Künstlerin und Pädagogin. Sie lebt seit 2010 in Graz, wo sie die Lehramtsfächer Biologie und Umweltkunde und Psychologie und Philosophie studierte. Geboren wurde sie in Kärnten, wo sie auch heute noch ihre Poetry-Slam-Heimat sieht, denn über dieses Vormat fand sie zur Literatur und Bühnenkunst. Seit mehreren Jahren ist sie neben ihrem Beruf in der Kleinkunstszene in Kärnten und Graz auf verschiedensten Theater-, Impro,- und Slam- Bühnen aktiv. Derzeit schreibt sie außerdem an ihrem ersten Roman.

Als Impro- und Theaterspielerin bin ich es gewohnt, dass Geschichten in Prozessen entstehen, statt von einer einzelnen Person geschrieben zu werden. Ich hatte einfach Bock drauf und bin sehr gespannt, was Hörbie bis zu "meinem Kapitel" schon alles erlebt hat. Vor allem aber bin ich gespannt auf mich selbst: ob ich beim Schreiben eher im Kopf haben werde, was für die Autorinnen und Autoren nach mir das beste "Material" wäre oder ob ich einfach mein Ding mache und mit Hörbie das anstelle, worauf ich in diesem Moment Lust hab.

Theresa Mursch

Lesung am 13. April 2020 Theresa aus Oberösterreich ist 25 und beendet gerade ihr Masterstudium, Spanisch und Geschichte auf Lehramt in Salzburg! Schreiben gehört für sie zum Alltag, je ausgefallener die Themen und Geschichten, desto besser.

Daher war es für mich sonnenklar, dass auch ich ein Teil dieses Projektes sein möchte! Hörbie trägt somit die Ideen vieler Autoren/Innen in seiner Geschichte, Hörbie kann daher zu allem werden - eines aber sicher nicht: langweilig!

Mike Hornyik

Lesung am 15. April 2020 Michael Hornyik ist noch nicht berühmt genug, um seine Pressetexte von anderen verfassen zu lassen, aber die Betonung liegt auf noch. Seit 2011 steht der im Speckgürtel Wiens aufgewachsene Kabarettist und Poetry Slammer mit regelmäßigen Unterbrechungen auf den Kleinkunstbühnen Österreichs. 2013 feierte er seinen bisher größten Erfolg als Comedian, als er die „Leider Nein“ Sektion der Großen Comedy Chance des ORFs erreichte. Darauf folgte eine dreijährige Bühnenpause, um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. 2016 startete das furiose Comeback und seitdem findet man Hornyik auch auf den diversen Poetry Slam Bühnen des Landes. In seinen Texten und Auftritten erzählt er von seinen Erfahrungen als Barkeeper, als singender Bademeister, von seinem Aufwachsen zwischen Stadt und Land, von der Suche nach Glück und dem Dressurreiten und vielem mehr.

Ich mache hier mit, weil es mir das Gefühl gibt, an einem Buch mitzuschreiben und ich dafür nur einen Bruchteil des Textes selbst verfassen muss! Und selbst wenn mein Bruchteil nicht gut sein sollte, sind hier noch genug andere talentierte Menschen involviert. Das Endresultat wird also sicher wundervoll, ohne dass ich viel dafür machen muss. Das ist der beste Deal ever.

Tanja Gruber

Lesung am 17. April 2020 Tanja, geboren im Kaff in Oberösterreich, hat Internationale Wirtschaft studiert, als Ausrede um sich die Welt anzusehen. Sie ist aber nach einigen Jahren wieder im Kaff gelandet. Seitdem schreibt sie sich die Welt so, wie sie ihr gefällt und aus diesem geistigen Erguss, kam unter anderem ihr Debütwerk "Zuckerwattenrausch" hervor.

Warum ich mitmache? Hallo!? Es geht um einen Gockelhahn im roten Cape! Ich liebe Geschichten und weiterschreib-Geschichten und vor allem die Idee, dass sich mehrere zusammentun, um uns gegenseitig eine Wörter-Liebe in Zeiten des Covids zu bescheren.

Melina Marcher

2011 in der Hauptstadt angekommen, führte sie ihr eigenes Schreiben recht schnell in die Poetry-Slam-Szene und weg vom Translationsstudium, in dem der Fokus, stärker auf der Reproduktion als Eigenproduktion liegt. Das Translationsstudium schloss sie trotzdem ab, ebenso das öffentliche Schreiben und Präsentieren, und wandte sich im Studium, beruflich und privat stärker dem Theater zu, in den Bereichen Theaterpädagogik, Produktion, PR, Dramaturgie, Regie. Sie leitet seit 2018 das kleine Theater-Kollektiv phunkenwerk und interessiert sich für kollektive Schaffensprozesse.

Deshalb finde ich dieses Konzept auch so reizvoll: wenn ich auch zugegeben etwas enttäuscht bin, dass man nicht je nur den Vorgänger*innen-Text zu lesen bekommt, wie man das von Weiterschreib-Texten aus der Schule kennt. Jeder Text ist ein eigener und eine Brücke zwischen dem letzten und dem vorherigen und muss sich als solcher zwischen den eigenen Vorstellungen und Stil und dem Gesamttext bewegen – das sehe ich als spannende Herausforderung und bin neugierig, was daraus wird! Dass es auch leichter fällt, in diesen Zeiten kreativ zu schreiben als an der eigenen Master-Arbeit, darauf will sie nicht näher eingehen.